Stille & Schlaf
Welches Kissen für Rückenschläfer? Die richtige Höhe finden
Veröffentlicht am ·4 Min. Lesezeit

Die Rückenlage lässt sich am leichtesten ausrichten, und doch wird gerade hier das Kissen am häufigsten falsch gewählt. Der Grund ist fast kulturell: wir verbinden Komfort mit einem großen weichen Kissen, und in Rückenlage funktioniert genau das Gegenteil. Je weniger Material unter dem Hinterkopf liegt, desto besser bleibt der Kopf in der Achse des Körpers.
Dieser Artikel erklärt, welcher Raum in Rückenlage wirklich gefüllt werden muss, was ein dickes Kissen in dieser Lage bewirkt, welche Höhe zu den meisten Staturen passt und wie man den sehr häufigen Fall löst, in dem jemand nachts vom Rücken auf die Seite wechselt.
In Rückenlage ein kleiner Zwischenraum
Legen Sie sich einmal ohne Kissen auf den Rücken. Der Hinterkopf berührt die Matratze, die Schultern ebenfalls, und dazwischen bleibt eine kleine Hohlstelle am Nacken. Diese Hohlstelle misst nur wenige Zentimeter und entspricht der natürlichen Krümmung des Halses. Mehr muss das Kissen in dieser Lage nicht füllen. Zum Vergleich: in Seitenlage ist der Gegenwert einer ganzen Schulterbreite zu füllen, also oft das Doppelte oder mehr.
Das Ziel ist in jeder Lage dasselbe: Kopf, Nacken und Wirbelsäule auf einer Linie halten. Das Mittel muss hier aber viel zurückhaltender ausfallen. Ein Kissen mit 12 cm stützt in Rückenlage nicht besser, es verformt die Haltung. Viele, die über schlechten Schlaf in Rückenlage klagen, schlafen in Wahrheit auf einem Kissen, das für eine ganz andere Lage gedacht war, meist für die Seitenlage der Person, die es ursprünglich gekauft hat.
Was ein zu dickes Kissen bewirkt
Zu dick schiebt das Kissen den Kopf nach vorn. Das Kinn nähert sich der Brust, und der Nacken bleibt sieben Stunden gedehnt. Das unangenehme Gefühl zeigt sich morgens oft am Hinterhaupt, manchmal zwischen den Schulterblättern. Auch die Atmung ist in dieser Haltung weniger frei, was erklärt, warum manche mit einem dicken Kissen in Rückenlage stärker schnarchen als mit einem flachen.
Dazu kommt ein weniger sichtbarer Effekt. Liegt der Kopf zu hoch, bleiben die Schultern oft neben dem Kissen, und der obere Rücken liegt auf keiner durchgehenden Fläche auf. Der Körper sucht dann eine Ausweichhaltung und dreht mitten in der Nacht auf die Seite, in einer Höhe, die dafür nicht vorgesehen war. Man wacht auf, ohne zu wissen, warum die Nacht zerstückelt war.
- ·Kinn zur Brust geschoben, Nacken die ganze Nacht gedehnt.
- ·Häufiges Druckgefühl am Hinterhaupt beim Aufwachen.
- ·Weniger freie Atmung, teils verstärktes Schnarchen.
- ·Unwillkürliches Drehen auf die Seite, in unpassender Höhe.
Die 7-cm-Welle, das richtige Maß in Rückenlage
Rechnet man das Einsinken des Hinterkopfes mit ein, landen die meisten erwachsenen Rückenschläfer bei 6 bis 8 cm nutzbarer Höhe. Genau diesen Bereich deckt die flache Welle des Nuage 50 mit 7 cm ab. Auch hier leistet die Form so viel wie die Höhe: das Relief steigt unter dem Nacken an, um die Hohlstelle zu füllen, und fällt unter dem Hinterkopf wieder ab, damit der Kopf nicht nach vorn geschoben wird.
Langsam rückstellender Schaum ist hier aus einem konkreten Grund nützlich. In Rückenlage verteilt sich das Gewicht auf eine kleine Fläche am Hinterkopf. Eine klassische Füllung wird dort schnell ausgehöhlt und lässt den Nacken nach wenigen Minuten ohne Stütze. Der Schaum gibt nach und stabilisiert sich dann, und der Teil, der den Nacken stützt, bleibt an Ort und Stelle, genau das verlangt diese Lage.
Der Fall der Lagewechsler
Die meisten Menschen schlafen nicht in einer einzigen Lage. Man schläft auf dem Rücken ein, landet auf der Seite und dreht am frühen Morgen zurück. Das Problem ist bekannt: die ideale Höhe ist in beiden Fällen nicht dieselbe, ungefähr das Doppelte im Verhältnis. Ein Kissen dazwischen ergibt einen mittleren Kompromiss, etwas zu hoch in Rückenlage und etwas zu flach in Seitenlage, also nie wirklich passend.
Die einfachste Lösung ist ein Kissen mit beiden Höhen. Beim Nuage 50 dient die 10-cm-Welle der Seitenlage, die 7-cm-Welle der Rückenlage, und man wechselt durch Wenden des Kissens. Praktisch stellt man auf die Lage ein, in der man die meiste Zeit verbringt, und probiert die andere Seite einige Nächte lang aus. Halten Nackenbeschwerden an oder wecken sie Sie, bleibt der Rat einer medizinischen Fachperson der richtige Weg.
In Rückenlage geht es nicht darum, den Kopf anzuheben, sondern die Hohlstelle im Nacken zu füllen, also etwa 7 cm. Ein dickes Kissen kippt den Kopf nach vorn und macht die Nacht weniger erholsam, ohne dass man die Ursache erkennt. Das Nuage 50 trägt beide nützlichen Höhen, 7 und 10 cm, auf demselben Kissen im Format 50 × 30 cm.
Häufige Fragen
Welche Kissenhöhe braucht man als Rückenschläfer?+
Etwa 7 cm nutzbare Höhe für die meisten Erwachsenen, also deutlich weniger als in Seitenlage. Das Kissen muss nur die Hohlstelle im Nacken füllen. Über 9 oder 10 cm wandert das Kinn in Rückenlage zur Brust, und der Nacken bleibt gedehnt.
Kann man in Rückenlage ohne Kissen schlafen?+
Möglich ist es, ideal selten. Ohne Kissen bleibt die Hohlstelle im Nacken leer, und der Kopf kippt leicht nach hinten. Eine flache Stütze von etwa 7 cm hält den Kopf in der Achse, ohne ihn nach vorn zu schieben.
Welches Kissen, wenn man auf Rücken und Seite schläft?+
Ein Kissen mit zwei Höhen erspart den Kompromiss. Die hohe Seite mit etwa 10 cm dient der Seitenlage, die flache Seite mit etwa 7 cm der Rückenlage. Man wendet das Kissen einfach nach der Lage, in der man die Nacht überwiegend verbringt.
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