Die Kunst des Wohnens
Einen Wintergarten beleuchten: der Raum, in dem Kunstlicht an zweiter Stelle kommt
Veröffentlicht am ·3 Min. Lesezeit

Ein Wintergarten ist ein Raum für sich: tagsüber so lichtdurchflutet, dass jede Beleuchtung überflüssig wirkt, dann ab der Dämmerung völlig dunkel, ohne die Wände, die anderswo im Haus Licht zurückwerfen.
Diese drei Besonderheiten ändern, wonach man an der Decke sucht.
Vom hellen Tag zur völligen Dunkelheit
Kein anderer Raum kennt eine solche Spanne. Mittags erhält ein Wintergarten mehr Licht als nötig. Um zwanzig Uhr erhält er keines, und die Scheiben werfen nichts zurück. Der Übergang ist abrupt und geschieht täglich.
Deshalb ist Dimmen hier nützlicher als anderswo: Man schaltet selten auf volle Leistung, braucht an Winterabenden aber Reserve. Eine feste Leuchte wird immer zu stark oder zu schwach sein.
Mehr Lumen als anderswo, bei gleicher Fläche
In einem üblichen Raum prallt ein großer Teil des Lichts von Wänden und Decke ab, bevor es die Augen erreicht. In einem Wintergarten bestehen die Wände aus Glas: Das Licht geht hindurch und verliert sich nach draußen.
Rechnen Sie daher mit rund zwanzig Prozent mehr als dem üblichen Richtwert, also 120 bis 180 Lumen pro Quadratmeter. Und bevorzugen Sie eine Leuchte, die auch nach oben abstrahlt, damit die wenige vorhandene undurchsichtige Fläche, die Decke, arbeitet.
- ·120 bis 180 Lumen pro Quadratmeter, statt 100 bis 150 anderswo
- ·Dimmen unerlässlich, da der Unterschied Tag und Nacht maximal ist
- ·Opal-Diffusor, damit man sie nicht in den Scheiben sieht
- ·Die Sommerhitze ebenso einplanen wie das Winterlicht

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Abends werden die Scheiben zu Spiegeln
Sobald es dunkel wird, spiegelt jede Glasfläche das Bild des Raumes, und zuallererst das der Leuchte. Eine nackte Quelle oder eine hinter klarem Diffusor findet sich in jeder Scheibe verdoppelt, was ebenso unangenehm ist wie direkte Blendung.
Ein Opal-Diffusor löst das: Er verteilt das Licht über die ganze Fläche der Leuchte, und ihr Spiegelbild in der Scheibe wird ein weicher Fleck statt eines hellen Punktes. Es ist das für diesen Raum spezifischste Kriterium.
Die Wärme, das andere Thema
Ein Wintergarten ist der am stärksten exponierte Raum eines Hauses: verglastes Dach und verglaste Wände, oft nach Süden ausgerichtet, und sehr wenig Speichermasse. An einem Sommernachmittag kann er zehn Grad über dem übrigen Haus liegen, was ihn genau dann unbenutzbar macht, wenn man ihn genießen möchte.
Die Decke ist dort oft der einzige freie Platz, da die Wände aus Glas bestehen und der Boden belegt ist. Das macht diesen Befestigungspunkt doppelt nützlich: Ein Modell, das beleuchtet und die Luft bewegt, leistet dort zwei Dienste, wo kein anderes Gerät Platz findet.
Rechnen Sie im Wintergarten mit zwanzig Prozent mehr Lumen als anderswo, bestehen Sie auf Dimmen und einem Opal-Diffusor, damit sich die Leuchte nicht in den Scheiben verdoppelt. Und denken Sie daran, dass die Decke dort die einzige freie Fläche ist: Sie sollte auch im Sommer dienen, wenn der Raum zu heiß wird, um genutzt zu werden.
Häufige Fragen
Wie viele Lumen für einen Wintergarten?+
120 bis 180 Lumen pro Quadratmeter, rund zwanzig Prozent mehr als in einem üblichen Raum. Verglaste Wände werfen kein Licht zurück, es verliert sich nach draußen.
Warum sieht man die Leuchte abends in den Scheiben?+
Weil eine Scheibe zum Spiegel wird, sobald es draußen dunkler ist als drinnen. Ein Opal-Diffusor macht aus diesem Spiegelbild einen weichen Fleck statt eines hellen Punktes.
Wie kühlt man einen Wintergarten im Sommer?+
Außenliegende Verschattung ist der stärkste Hebel, denn sie hält die Strahlung vor dem Glas auf. Danach kommt die Luftbewegung, und die Decke ist oft der einzige freie Platz dafür.
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